Gregor Schllgen  Historiker

Messe und Masse

19.10.2015 
Die Frankfurter Buchmesse ist ein Jahrmarkt der Eitelkeit. Und weil ich wie alle Autoren eitel bin, war ich in diesem Jahr natürlich da: Mein Buch war ein Thema der Messe.

Wer sie besucht, braucht Kondition. Von morgens bis abends schieben sich Menschenmassen durch Büchermassive.

Wer da rechtzeitig von einem Termin zum anderen kommen will, braucht eine gute Navigatorin. Männer machen das fast nie. Warum eigentlich nicht?

Mich hat Sonja Grau von der Presseabteilung der DVA durch die Hallen navigiert. Sie hat die Termine vorbereitet und koordiniert und mich mit Geschick, Geduld und Charme durch das Programm geführt. Sie kennt die Rituale und die Risiken.

Treffen sich zum Beispiel unterwegs zwei Autoren, gibt es unweigerlich diese Situation: Die beiden kommen ins Gespräch, die Navigatorinnen nehmen es zunächst gelassen, werden dann aber doch unruhig, zupfen ihre Autoren erst am Jackett und ziehen sie dann mit sanfter Bestimmtheit zum nächsten Termin.

Auf diese Weise war ich in den anderthalb Tagen bei etlichen Fernseh- und Hörfunkanstalten, Zeitungen und Zeitschriften, Fotografen und Bloggern.

Und hier ist ein Beispiel: Das Interview mit 3sat.