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Unendliche Geschichte

22.08.2017 
Als um die Jahrtausendwende eine Aufarbeitung der Geschichte des Auslandsgeheimdienstes ins Auge gefasst wurde, dachte man im Kanzleramt und beim Bundesnachrichtendienst BND an eine Monographie, die zwar aus den Akten gehoben, aber doch ein breites interessiertes Publikum erreichen sollte.

Tatsächlich produziert ein Riesenheer von Historikern, Mitarbeitern und Hilfskräften eine ständig wachsende Bibliothek von Studien, die allesamt grundsolide, aber im Wesentlichen nur von Spezialisten konsumierbar sind. So auch die jüngste aufschlussreiche Arbeit über „Agentenfunk und Funkaufklärung des Bundesnachrichtendienstes 1945-1968“, die ich für die FAZ besprochen habe: Gregor Schöllgen – Horch, was kommt in Pullach rein?

Ihr ist auch zu entnehmen, dass sich die Autoren „verpflichtet“ haben, „die Manuskripte durch eine Überprüfung seitens des BND auf heute noch relevante Sicherheitsbelange freigeben zu lassen“. In diesem Fall wurden einige Stellen durch die Zensur geschwärzt. Da bin ich doch froh, dass ich seinerzeit die wiederholte Einladung des BND-Präsidenten, den Auftrag zu übernehmen, abgelehnt habe.